Einnistungsblutung in der Frühschwangerschaft

Die Einnistungsblutung kündigt eine eingetretene Schwangerschaft an. Auch wenn sie bei jeder Schwangeren auftritt, wird die Nidationsblutung jedoch nur von einem Drittel überhaupt wahrgenommen. Dies liegt daran, da sie von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt ausfallen kann. Bei zwei von drei Frühschwangeren verläuft sie derart schwach, dass die Blutung es gar nicht bis aus dem Körper heraus schafft.
Obwohl sich die Einnistungsblutung deutlich schwächer zeigt, wird sie gelegentlich auch mit der Periode verwechselt, sodass das Schwangerschaftsanzeichen gar nicht als solches gedeutet wird.

Frau mit Binde

Zur Einnistungsblutung kommt es etwa sechs bis zehn Tage, nachdem der Eisprung stattgefunden hat und die Eizelle befruchtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt hat die Eizelle bereits die Gebärmutter erreicht und beginnt sich dort einzunisten. Dabei werden für gewöhnlich auch die Blutgefäße verletzt, die sich unter den Schwangerschaftshormonen Progesteron und Östrogen im Vorfeld bereits erweitert haben.

Eine Implantationsblutung ist die Folge, die es je nach stärke bis nach außen schaffen kann. Die Nidationsblutung dauert dann üblicherweise ein bis zwei Tage an. Bei rund zwei Drittel aller Schwangerschaften ist sie jedoch zu schwach, als dass sie überhaupt bemerkt wird.

Gefährlich ist die Einnistungsblutung weder für die werdende Mutter, noch für ihr ungeborenes Kind. In keinem Fall aber erhöht sie das Risiko einer Fehlgeburt.

Einnistungsblutung oder Periode?

Häufig wird die Einnistungsblutung auch mit der üblichen Regelblutung verwechselt. Die irrtümlich falsche Angabe der letzten Periode, kann damit folglich auch beim Frauenarzt zur ebenfalls falschen Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermins führen. Es gibt jedoch ein paar einfache Merkmale, um beide Blutungen voneinander besser unterscheiden zu können:

  • Zeitpunkt: Während die Menstruation etwa 14 Tage nach dem Eisprung beginnt, kommt es bei einer Einnistung bereits schon 6-10 Tage danach zur Nidationsblutung.
  • Farbe: Bei einer Einnistungsblutung ist das Blut hell-rötlich und nicht braun bis dunkelrot gefärbt, wie bei der Periode.
  • Stärke: Auch die Stärke der Einnistungsblutung fällt wesentlich schwächer aus, als bei der üblichen Monatsblutung. Außerdem bleibt sie konstant und nimmt während des Verlaufs nicht zu.
  • Dauer: Die Nidationsblutung hält für gewöhnlich nur 1-2 Tage an, während die Menstruation erst nach 3-5 Tagen endet.
  • Schmerzen: Auch die typischen Menstruationsschmerzen zeigen sich bei der Einnistungsblutung in der Regel nicht. Sie verläuft in den meisten Fällen völlig schmerzfrei.

Einnistungsblutung als Schwangerschaftsanzeichen

Die Einnistungsblutung gilt als eines der ersten Anzeichen für eine bestehende Schwangerschaft. Da sie jedoch auch leicht mit anderen Blutungen verwechselt werden kann, ist sie nur bedingt zur Schwangerschaftsfeststellung geeignet. Machen sich dagegen jedoch auch andere typische Schwangerschaftssymptome bemerkbar, kann ein Schwangerschaftstest für mehr Gewissheit sorgen.

Weitere typische Schwangerschaftsanzeichen sind:

Wichtig dabei aber ist es, dass sofern der Zeitpunkt der erwartete Menstruation noch in der Zukunft liegt, zwingend ein Schwangerschafts-Frühtest verwendet wird. Nur so ist ein einigermaßen als sicher geltendes Testergebnis möglich.
Letzte Gewissheit wird der jedoch nur Frauenarzt verschaffen können. Mit diesem sollte, sofern sich die Anzeichen einer Schwangerschaft bekräftigen, sowieso kurzfristig ein Termin vereinbart werden.

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Wenn dir der Artikel „Einnistungsblutung in der Frühschwangerschaft“ gefällt, dann teile ihn mit deinen Freunden in den einschlägigen sozialen Netzwerken. Folge uns auch auf Facebook und Twitter.