Geburtsanzeichen – Anzeichen einer kurz bevorstehenden Geburt

Viele schwangere Frauen sind sich nicht sicher, wie sie bestimmte Anzeichen im letzten Stadium der Schwangerschaft zu deuten haben: War es nur eine Übungswehe oder setzt die Geburt grade ein? Im Zweifelsfall ist es sicherlich ratsam übervorsichtig zu sein, jedoch gibt es einige deutliche Geburtsanzeichen, an die sich in aller Regel gut orientiert werden kann.

Frau mit geplatzter Fruchtblase

Typische Anzeichen einer zeitnahen Geburt

Kurz bevor das Kind zur Welt kommt, bereitet sich auch der Körper (vermutlich hormonbedingt) auf die Geburt vor. Dies macht er nicht völlig unbemerkt, sondern völlig augenscheinlich. Typische Anzeichen lassen die Schwangere mehrere Wochen, aber auch kurz davor erkennen, dass der Geburtsprozess schon bald startet.

Senkwehen – Der Bauch rutscht tiefer

Die Senkwehen sind meist das erste Anzeichen dafür, dass der Körper bzw. das Kind sich so langsam auf die Geburt vorbereitet. Sie treten in der Regel um die 36. Schwangerschaftswoche auf und sind vergleichsweise zu den Übungswehen oder Übungswehen mit einem höheren Schmerzempfinden verbunden. Dieser lässt sich häufig durch ein warmes Entspannungsbad lindern.

Trotz der verursachten Schmerzen, verspüren viele Schwangere eine Erleichterung nach den Senkwehen, denn sie treiben das Köpfchen des Babys ins Becken seiner Mutter. Dadurch rutscht der Schwangerschaftsbauch etwas tiefer und sowohl die Atmung, als auch das Essen fallen wieder leichter.

Von den Senkwehen ist es zwar nicht mehr unbedingt weit zu den darauf folgenden Eröffnungswehen und damit auch der Geburt, aber es können gerne noch mal zehn Tage und mehr vergehen.

Abgang des Schleimpfropfes

Auch der Abgang des Schleimtropfes ist ein sicheres Anzeichen einer baldigen Geburt. Der Schleimpfropf hält während der Schwangerschaft den Muttermund verschlossen und schützt ihn damit vor dem Eindringen von Keimen.

Genau voraussagen lässt sich die Geburt jedoch nicht, nachdem sich der Schleimpfropf gelöst hat. Der Zeitraum variiert von kurz vor einsetzen der Eröffnungswehen, bis hin zu rund zehn Tagen, die bis zum eigentlichen Geburtsprozess noch vergehen können.

Blasensprung – Wenn die Fruchtblase platzt

Das vorzeitige platzen der Fruchtblase tritt bei etwa jeder vierten Schwangeren auf. Dabei wird das erste Fruchtwasser noch vor einsetzen der Geburtswehen verloren. Meist folgen sie aber auch unmittelbar danach schon.

Bei einem Blasensprung sollte die Hebamme verständigt werden und sich umgehend auf den Weg ins Kranken- bzw. Geburtshaus gemacht werden.

Eröffnungswehen – Die Geburtswehen öffnen den Muttermund

Mit den Eröffnungswehen startet der Geburtsprozess. Sie öffnen den Muttermund auf rund 10 Zentimeter. Häufig werden die Geburtswehen auch durch starke Rückenschmerzen oder ein starkes Ziehen in der Leistengegend begleitet. Ein warmes Bad hilft im Vergleich zu den Senkwehen meist nicht mehr zur Schmerzlinderung.

Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft, ist das einsetzen der Eröffnungswehen in der Regel kein Grund zur Panik. Oft liegt noch genügend Zeit bis hin zur eigentlichen Geburt. Wenn der Wehenabstand unter zehn Minuten oder die einzelnen Wehen ein bis eineinhalb Minuten andauern, sollte sich aber spätestens auf den Weg in die Klinik gemacht werden.

Weitere Geburtsanzeichen

Neben den typischen Geburtsanzeichen, gibt es auch noch weitere, welche häufig eine kurz bevorstehende Geburt signalisieren:

  • nachlassen der Kindsbewegungen im Bauch
  • rosa-bräunlicher, blutiger oder wässriger Ausfluss
  • Übelkeit oder Erbrechen zum Schwangerschaftsende
  • innere Unruhe oder Schlafstörungen nahe dem errechneten Geburtstermin
  • verstärkter Harndrang
  • Durchfall

Wann ins Krankenhaus?

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, auf den Bauch zu hören und besser etwas übervorsichtig zu sein, statt die ersten Geburtsanzeichen auf eine zu leichte Schulter zu nehmen. Häufig jedoch bleibt aber noch ausreichend Zeit, als dass übereilt ins Krankenhaus gestürmt werden muss.

Sicherlich ist es aber nicht verkehrt, je nach Fortschritt, schon einmal die Hebamme in Kenntnis zu setzen. Und ist der Partner oder die sonstige Fahrgelegenheit grade unterwegs (z. B. auf der Arbeit), sollte es so langsam auch Zeit für den Heimweg sein.

Schwangere sollten die Wehen für die im Geburtsvorbereitungskurs erlernten Atemübungen nutzen. Wird aber der Schmerz zu stark oder trifft einer der folgenden Punkte zu, ist es sicherlich Zeit für die Fahrt in das Krankenhaus oder Geburtshaus:

  • Abstand der einzelnen Wehen von unter 10 Minuten
  • länger als 1 bis 1 1/2 Minuten andauernde Wehen
  • geplatzte Fruchtblase (ein Blasensprung äußert sich meist mit bräunlichem oder grünlichem Fruchtwasser)
  • starke Blutungen
  • erhöhter Blutdruck
  • plötzlich auftretende Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Kreislaufprobleme (Schwindel)

Auch bei einer Risikoschwangerschaft sollte sich lieber Vorzeitig bei den ersten Geburtswehen auf den Weg in die Geburtsklinik gemacht werden.

Es ist ratsam, die Kliniktasche bereits im Vorfeld gepackt stehen zu haben. Darüber hinaus sollte sicher gegangen werden, dass der Mutterpass und die Krankenkassenkarte für die Anmeldung mit dabei sind.

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