Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Beinahe jede zweite Frau leitet unter Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Besonders häufig treten sie dabei in der Frühschwangerschaft auf. Auch wenn es medizinisch nicht nachgewiesen ist, wird ein Zusammenhang mit der Hormon- und Kreislaufumstellung vermutet, die zum Kopfdröhnen in den ersten Schwangerschaftswochen führen. Doch hinter dem Kopfweh können sich auch andere Ursachen verstecken, welche bei häufigem auftreten ärztlich abgeklärt gehören, statt nur die Symptome nur mit Kopfschmerztabletten zu lindern.

Schwangere Frau hat Kopfschmerzen

Ursachen für Kopfweh bei Schwangeren

Neben den hormonbedingten Ursache in der Frühschwangerschaft, können sich hinter den Kopfschmerzen auch andere Gründe verbergen:

Zur Abklärung der Ursache, sollte bei häufig auftretendem Kopfweh (ggf. auch eine Migräne), der Arzt aufgesucht und diese schmerzhafte Schwangerschaftsbeschwerde in jedem Fall auch bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung angesprochen werden.

Kopfschmerztabletten in der Schwangerschaft

Grundsätzlich sollte die Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft weitestgehend gemieden werden, wenn der Arzt sie nicht ausdrücklich (und unter Berücksichtigung der besonderen Schwangerschaftsumstände) verschreiben hat. Auch Schmerzmittel wie Kopfschmerztabletten oder Migränemittel zählen dazu, da manche ihrer Wirkstoffe dem Ungeborenen schaden können.

Bestimmte Kopfschmerzpräparate gelten jedoch auch in der Schwangerschaft als unbedenklich und können nach Rücksprache mit dem Frauenarzt kurzzeitig und in geringer Dosierung eingenommen werden. Dabei gilt (unter Berücksichtigung des Beipackzettels und der ärztlichen Empfehlung): soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

  • Paracetamol: Lange Zeit galt Paracetamol als Schmerzmittel der Wahl, welches kurzzeitig die komplette Schwangerschaft über eingenommen werden konnte. Mittlerweile werden Schwangere jedoch immer häufiger vor der Einnahme gewarnt, erhöht Paracetamol einer dänischen Studie nach das ADS-/ADHS-Risiko beim Kind um etwa 30 Prozent.
  • Aspirin: Die (gelegentliche) Einnahme von Aspirin sollte nur bis spätestens zur 28. Schwangerschaftswoche erfolgen, da sich der Wirkstoff ab diesen Zeitpunkt negativ auf das Herz-Kreislaufsystem, sowie die Nierenfunktion des Kindes auswirken kann.
  • Ibuprofen: Auch Ibuprofen sollte nur bei geringer und gelegentlicher Medikation bis zur 28. SSW. eingenommen werden, da auch seine Inhaltsstoffe schädigend für die Nieren und das Herz-Kreislaufsystem des Babys sein können.

Natürlich gibt es noch viele weitere Kopfschmerzmittel, mit anderen Wirkstoffen. Über ihre Verträglichkeit in der Schwangerschaft, berät der Arzt. Dieser ist in jedem Fall und auch vor der Einnahme der genannten Kopfschmerztabletten zu Rate zu ziehen. Dies gilt natürlich auch bei Mitteln in Saftform oder als Zäpfchen.

Tipps und Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Besser als mit Schmerztabletten gegen die Symptome anzukämpfen, ist es natürlich ihre Ursachen einzudämmen und es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, wie auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern (Wasser oder andere ungesüßte Getränke) können Kopfschmerzen in vielen Fällen vorbeugen.

Sind die Kopfschmerzen aber erst einmal da, lässt sich mit ein paar hilfreichen Tipps und wirksamen Hausmitteln für Schmerzlinderung sorgen:

  • Ein Spaziergang an der frischen Luft macht meist nicht nur den Kopf frei, sondern hilft gerne auch gegen leichte Kopfschmerzen.
  • Eine Massage an der Stirn, im Nacken und der Schläfe kann beruhigend und Schmerzlösend wirken.
  • Auch eine kalte Kompresse (oder einfach ein Waschlappen) auf der Stirn und im Nacken kann den Schmerz lindern.
  • Yogaübungen helfen bei der Entspannung und lassen das Kopfweh gerne verschwinden.
  • Mit Akupunktur und Akupressur lassen sich Kopfschmerzen ebenfalls gut in den Griff bekommen, ohne auf Kopfschmerztabletten zurückgreifen zu müssen. Viele Hebammen bieten entsprechende Akupunkturbehandlungen an

Bei starken Kopfschmerzen oder auch häufigen Auftreten, sollten Schwangere ihr Auftreten stets von einem Arzt untersuchen lassen, statt mit der Selbstmedikation durch Hausmittel nur die Symptome, nicht aber ihre tatsächlichen Ursachen zu bekämpfen.

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