Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit! Etwa die Hälfte aller Schwangeren haben mit ihnen zu kämpfen. Dabei klagen insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen viele Frauen über einen schmerzenden Rücken.
Anders als von vielen vermutet, sind die Kreuzschmerzen nicht ausschließlich auf den kugelrunden Babybauch zurückzuführen. Der Schmerz kann ebenso verschiedene Ursachen haben, wie er von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt ausfällt. Auch nicht jedes Hausmittel gegen Rückenschmerzen hilft bei jeder Schwangeren gleichermaßen.

Schwangere mit Rückenschmerzen

Ursachen für Kreuzschmerzen in der Schwangerschaft

Warum Rückenschmerzen in der Schwangerschaft auftreten, kann verschiedene Gründe haben. Die wohl häufigste Ursache mag mit Abstand sicherlich der große Bauch sein. Etwa fünf bis sechs Kilo fallen alleine auf ihn. Die weitere Schwangerschaftszunahme verteilt sich als Fettpolster und Wassereinlagerungen im restlichen Körper. Dieses Mehrgewicht wirkt sich äußerst belastend auf die Wirbelsäule aus, sodass bei vielen Frauen Kreuzschmerzen auftreten.

Aber auch die erhöhte Hormonproduktion in der Schwangerschaft trägt ihren Teil zu den Rückenschmerzen bei. Die Hormone machen die Bänder zunehmend elastischer und weicher. Infolgedessen nimmt auch die Stabilität der der Wirbelsäule leicht ab. Der Rücken wird unter der Last des Schwangerschaftsbauches damit gleich doppelt gefordert.

Rückenschmerzen vorbeugen

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft lassen sich vorbeugen: Wie so oft, ist auch in diesem Fall, eine regelmäßige Bewegung das A und O. Bestenfalls natürlich schon vor der Frühschwangerschaft. Aber auch währenddessen sollte auf ausreichende Körperbewegung nicht verzichtet werden.
Als besonders schonend für Muskulatur und Gelenke hat sich beispielsweise Schwimmen erwiesen. Natürlich ist regelmäßiges Spazierengehen an der frischen Luft nicht weniger verkehrt. Ein kleiner Verdauungsspaziergang, der nicht unbedingt länger als eine viertel bis halbe Stunde dauern muss, kann völlig ausreichend sein.

Allgemein kann auch durch die richtige Körperhaltung, der Rücken im Alltag entlastet werden. Das Heben von schweren Gegenständen sollte gemieden werden und wenn, sollte dabei stets in die Hocke gegangen werden, statt eine gebückte bzw. gebeugte Haltung anzunehmen.
Spätestens in der Schwangerschaft sollte daher auch auf hochhackige Schuhe verzichtet werden. Ihr tragen verursacht eine ungesunde Haltung, die relativ häufig zu Rückenschmerzen führt.
Mit einem Bauchgurt lässt sich der Rücken zusätzlich entlasten. Ein solcher Stützgürtel empfiehlt sich ab etwa der 25. Schwangerschaftswoche.

Was hilft gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft?

Oftmals wird bei Kreuzschmerzen eine geduckte Haltung angenommen. Diese vermeintliche Schonhaltung schadet dem Rücken in der Regel jedoch mehr, als dass sie langfristig für Besserung sorgt. Statt dem Hohlkreuz, hilft eine gesunde Körperhaltung bei Rückenschmerzen meist mehr. Allgemein sind all diejenigen Dinge gut, mit denen sich das Rückenleiden auch vorbeugen lässt.

Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen kann bei Rückenschmerzen zwar keine Wunderheilung bewirken, jedoch sorgt die Wärme für deutliche Schmerzlinderung.
Wichtig ist in jedem Fall auch ausreichend Ruhe. Treten die Kreuzschmerzen häufig in der Nacht auf, sollte beim seitlich Schlafen ein Keilkissen unter den Bauch geschoben werden. Alternativ bietet sich auch ein Stillkissen zwischen den Beinen und unter den Bauch gelegt an. So wird der Rücken beim Schlafen entlastet.

Eine sanfte Massage (z. B. eine Kreuzbein-Massage mit speziellem Kreuzbein-Öl) durch den Partner kann ebenfalls zu Linderung bei Rückenschmerzen führen. Natürlich sollte kein all zu großer Druck auf die schmerzende Stelle übertragen werden.
Spezielle Akupunkturen, Homöopathie und Schüßler-Salze sind ebenfalls bewährte Behandlungswege in der Alternativmedizin.

Rückenschmerzen mit dem Arzt oder der Hebamme abklären

Treten Rückenschmerzen in der Schwangerschaft auf, sollte dies stets dem Frauenarzt oder der Hebamme mitgeteilt werden. Insbesondere wenn die Schmerzen sich nicht mit Hausmitteln oder alternativen Heilmethoden lindern lassen und über mehrere Tage andauern, ist unbedingt kurzfristig ein Mediziner hinzuzuziehen.

Vor Medikamenten, wie auch Schmerzmitteln, sollte während der Schwangerschaft ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht auf eigene Faust eingenommen werden.

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