Mutterbandschmerzen in der Schwangerschaft

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Mutterbandschmerzen. Sie sind einer der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Besonders häufig haben Schwangere im zweiten Trimester ihnen zu kämpfen. Möglich sind die schmerzenden Mutterbänder aber die ganze Schwangerschaftszeit über. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sollte jedoch darauf geachtet werden, dass mögliche Frühwehen nicht mit ihnen verwechselt werden.

Schwangere Frau mit Mutterbandschmerzen

Ursache für schmerzende Mutterbänder bei schwangeren Frauen

Über die Schwangerschaftszeit nimmt das Volumen der Gebärmutter um etwa das hundertfache zu, sodass das Baby darin genügen Platzt für sich hat. Kurz vor der Geburt erreicht sie alleine ein Gewicht von ca. 1,5 kg und ist damit etwa 30 mal so schwer, wie noch zu Schwangerschaftsbeginn.

Durch das schnelle Wachstum werden Bindegewebe, Muskeln und Bänder, welche die Gebärmutter abstützen, stark gedehnt. Zudem übt das Kind durch sein Gewicht und ab etwa der 20. Schwangerschaftswoche auch mit seinen Bewegungen, starken Zug auf die Mutterbänder aus.
Besonders häufig treten Mutterbandschmerzen daher auch im zweiten Trimester auf. Grundsätzlich sind sie aber auch in der Frühschwangerschaft, sowie im letzten Schwangerschaftsdrittel möglich.

Symptome der Mutterbandschmerzen

Die starke Dehnung der Mutterbänder äußert sich in aller Regel durch ein Ziehen oder Stechen im Leistenbereich oder am Unterbauch. Der Schmerz ähnelt dem einer Muskelzerrung, kann aber darüberhinaus auch krampfartig auftreten. Insbesondere nach starker Belastung, wie zum Beispiel durch Sport in der Schwangerschaft, können sich die schmerzhaften Symptome sehr ausgeprägt bemerkbar machen.

Vorbeugen und Lindern von Mutterbandschmerzen in der Schwangerschaft

Einen sicheren Geheimtipp, um Mutterbandschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen, mag es zwar nicht geben, aber das Risiko kann minimiert werden:

  • Ruhe und Entlastung: Häufig mal eine Ruhepause einzulegen und sich dabei auch kurz hinzulegen, entlastet die Gebärmutter mitsamt der Bänder.
  • Schwangerschaftsgurt: In den letzten Wochen der Schwangerschaft entlastet ein Stützgürtel nicht nur den Rücken, sondern auch die Mutterbänder.

Fangen die Mutterbänder während der Schwangerschaft dennoch an zu schmerzen, kann durch ein paar einfache Hausmittel und allgemeinen Tipps für Linderung gesorgt werden:

  • Ruhe und Entlastung der Mutterbänder ist nicht nur eine effektive Vorbeugemaßnahme, sondern auch im akuten Schmerzzustand besonders wichtig. Natürlich ist auch weiterhin ein Bauchgurt ein praktisches Hilfsmittel hierzu.
  • Wärme lässt die schmerzenden Bänder häufig wieder entspannen. Ob die Wahl auf ein warmes Wärmflasche fällt, bleibt natürlich jeder Schwangeren selbst überlassen.
  • Sanfte Bauchmassagen können ebenfalls sehr beruhigend wirken. Mit ätherischen Ölen wie Lavendel oder Kamille lässt sich der Entspannungseffekt häufig noch verstärken.

Schmerztabletten sollten während der Schwangerschaft ohne ärztliche Anweisung nicht gegen Mutterbandschmerzen genommen werden.

Ab wann zum Arzt?

Mutterbandschmerzen sind zwar äußerst unangenehm und durchaus verschieden stark ausgeprägt, aber in der Regel keine geht von ihnen große Gefahr für die werdende Mutter und ihr Kind aus. Dennoch ist es ratsam, auch diese Schwangerschaftsbeschwerden beim Frauenarzt anzusprechen. Insbesondere aber umgehend auch dann, wenn der Schmerz stärker wird oder sich gleichzeitig Fieber oder Übelkeit bzw. Erbrechen zu den Symptomen dazugesellen.

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