Magnesium in der Schwangerschaft

Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der unter anderem für den Energiestoffwechsel und Knochenaufbau verantwortlich ist. Dies macht ihn umso wichtiger für die Schwangerschaft. Da der Körper Magnesium nicht selbst produzieren kann, ist eine magnesiumreiche Ernährung während der Schwangerschaftszeit umso wichtiger. Bleibt ein Magnesiummangel unentdeckt und wird nicht durch die Ernährung oder Magnesiumtabletten ausgeglichen, besteht unter anderem auch ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.

Magnesiumtabletten

Warum Magnesium so wichtig ist

Magnesium ist für viele Körperfunktionen notwendig. Insbesondere aber spielt es eine wesentliche Rolle beim Knochenaufbau und den Muskeltätigkeiten. Außerdem ist der Mineralstoff ein wichtiger Faktor bei zahlreichen Prozessen des Stoffwechsels und der Regulation des Insulin- und Blutzuckerspiegels.

Diese wichtigen Funktionen übernimmt das Magnesium nicht nur bei der werdenden Mutter, sondern von Schwangerschaftsbeginn an beim Kind. Ohne dieses Mineral wären die Proteinsynthese und Zellteilung gar nicht erst möglich.

Magnesiummangel in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft steigt der Magnesiumbedarf um etwa ein Drittel an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (kurz: DGE) empfiehlt schwangeren Frauen eine tägliche Magnesiumzufuhr von 310 bis 350 mg. Während der Stillzeit beläuft sich die Empfehlung sogar auf 390 mg pro Tag.

Dieser Mehrbedarf an Magnesium hat mehrere Gründe: So hat die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft zu Folge, dass der Nährstoff in größeren Mengen über den Urin ausgeschieden wird. Darüber hinaus lassen auch die seelischen Schwangerschaftsanstrengungen den Körper mehr Magnesium als üblich verbrauchen. Außerdem muss natürlich auch der Bedarf des Kindes im Mutterleib gedeckt werden, der ab etwa der 22. Schwangerschaftswoche stark ansteigt.

Wie sich ein Magnesiummangel bei Schwangeren äußert

Ein Magnesiummangel lässt sich durch eine Blutuntersuchung im Labor feststellen. Viele Frauen erfahren daher erst vom Frauenarzt, dass ein Defizit vorliegt, statt es selbst zu merken. Dennoch gibt es auch einige Anzeichen, wie sich ein nicht gedeckter Bedarf an Magnesium in der Schwangerschaft äußern kann:

Risiken bei zu wenig Magnesium in der Schwangerschaftszeit

Bleibt ein Magnesiummangel in der Schwangerschaftszeit unerkannt und damit unbehandelt, kann dies (neben der symptomatischen Beschwerden) schwerwiegende Folgen für die Mutter und ihr Kind mit sich bringen. Aus dem Blutdruck kann sich so eine gefährliche Präeklampsie entwickeln. Außerdem können die Muskelkrämpfe auf dass Herz übergehen und zu Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (Arrythmien) führen. Da auch die Gebärmutter zu großen Teilen aus Muskelgewebe besteht, sind vorzeitige Wehen möglich, die im schlimmsten Fall eine Früh- oder Fehlgeburt zufolge haben.

Das Magnesiumdefizit ausgleichen

Sofern ein Magnesiumdefizit während der Schwangerschaftszeit besteht, ist es wichtig dieses auszugleichen. Da der Mineralstoff in vielen Lebensmitteln enthalten ist, lässt sich die empfohlene Tagesmenge von 310 bis 350 Milligramm pro Tag gut über eine gesunde und ausgewogene Ernährung erreichen. Insbesondere aber mit dem notwendigen Hintergrundwissen, welche Lebensmittel einen besonders hohen Magnesiumanteil haben, dürfte dies vielen Schwangeren leicht fallen.

Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt:

  • Bananen
  • Kiwi
  • Trauben
  • Trockenobst
  • Mais
  • Kartoffeln
  • Bohnen
  • Mangold
  • Grünkohl
  • Spinat
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne
  • Nüsse
  • Tofu
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • Vollkornprodukte
  • Haferflocken
  • Naturreis
  • Schokolade

Magnesiumtabletten

Nicht immer lässt sich der während der Schwangerschaft notwendige Bedarf an Magnesium durch die Nahrungsaufnahme decken. Bei einem festgestellten Mangel verschreiben viele Frauenärzte daher vorsorglich ein Magnesiumpräparat. Dieses sollte nur nach Anweisung und in der ärztlich empfohlenen Dosierung eingenommen werden.
Leider jedoch übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Magnesiumtabletten auf Rezept nicht mehr.

Da Magnesium wehenhemmend wirken kann, wird der Arzt mit aller Voraussicht empfehlen, den Magnesiumzusatz nach 36. Schwangerschaftswoche wieder abzusetzen.

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