Jodmangel in der Schwangerschaft

Um seine Funktionen aufrechterhalten zu können, benötigt der menschliche Körper einige essentielle Mikronährstoffe. Jod ist einer dieser Spurenelemente und für die Produktion der Schilddrüsenhormone zwingend notwendig. Ein Jodmangel schadet nicht nur der Betroffenen selbst, sondern beeinträchtig auch während der Schwangerschaft (und sogar noch nach der Geburt beim Stillen) die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes.

Frauenärztin verschreibt Jod-Tabletten per Rezept

Wozu braucht der Körper Jod?

Der Körper bzw. genauer gesagt die Schilddrüse benötigt Jod zum aufrechterhalten lebenswichtiger Funktionen. Wird der Bedarf nicht ausreichend gedeckt, vergrößert sich sich diese im Laufe der Zeit. Auch die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 wird durch den Jodmangel gehemmt. Infolgedessen verlangsamt sich der Stoffwechsel, was sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken kann.

Jod wird über die Nahrung aufgenommen

Jod wird nicht vom Körper selbst produziert. Es ist in vielen Lebensmitteln enthalten, aus denen er sich den Nährstoff holt. Folgende Lebensmittel habe einen besonders hohen Jodgehalt:

  • Seefisch
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Champignons
  • Spinat
  • Kürbiskerne
  • Erdnüsse

Außerdem gibt es spezielles Jodsalz für den Haushalt. Dieses ist Meeres- oder sonstigen Salzen bei der Nahrungszubereitung vorzuziehen.

Jodbedarf in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Jodbedarf. Bereits zu Schwangerschaftsbeginn ist das Schilddrüsenhormon Thyroxin im hohen Maße an der Zellteilung beteiligt. Zwischen der 10. und 12. SSW. beginnt auch die kindliche Schilddrüse mit der Hormonproduktion.
Folglich steigt der körperliche Bedarf von 200 Mikrogramm (gem. Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) auf 230 Mikrogramm pro Tag. Dies entspricht 15 Prozent mehr Jod, den die Schwangere in der Schwangerschaft aufnehmen sollte.

Es ist ratsam, den Jodspeicher schon im Vorfeld aufzufüllen, um während der Schwangerschaftszeit genügend Reserven zu haben. Natürlich sollte dabei jedoch nicht übertrieben werden. Hilfreich ist mit ziemlicher Sicherheit auch in diesem Fall eine ärztliche Beratung, um den bestehenden Jodspiegel einmal genauer anzusehen.

Risiken eines Jodmangels in der Schwangerschaft

Wird der Jodbedarf in der Schwangerschaft nicht gedeckt und bleibt der Mangel unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen für das Baby haben. Folgende Risiken bestehen, wenn der Körper der Schwangeren zu wenig Jod aufnimmt, um den eigenen Bedarf und den des Fötus zu decken:

  • Wachstumsstörungen und verzögerte Knochenreifung
  • Beeinträchtigung der Intelligenz
  • Neugeborenen-Kropf
  • spätere Hörstörungen
  • Frühgeburt
  • Fehlgeburt

Joddefizit ausgleichen

Vielen Frauen fällt es schwer, den Mehrbedarf an Jod in der Schwangerschaft, über die gewöhnliche Nahrungsaufnahme zu decken. Häufig wird daher im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge ein Jodmangel bei Schwangeren festgestellt. Der Arzt verschreibt in aller Regel Jodtabletten, mit denen der Mangel ausgeglichen werden kann.
Leider übernehmen nur noch die wenigsten gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diesen Jodzusatz. Der Preis für das konzentrierte Jod in Tablettenform ist jedoch recht überschaubar und sollte auf Empfehlung des Frauenarztes zum eigenen Wohle und dem des Kindes in Kauf genommen werden. Besser wäre es natürlich den Joddefizit über die Ernährung auszugleichen.

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