Rückbildung nach der Geburt

Während der Schwangerschaft läuft der weibliche Körper auf Hochtouren. Dabei macht er binnen der neun Monate so einiges mit. Und von jetzt gleich ist nach der Entbindung plötzlich wieder Schluss damit. Gut, ganz so schnell geht es nun auch nicht. Für die Rückbildung nach der Geburt bedarf es schon mehre Monate. Dabei kann der Rückbildungsfortschritt natürlich auf verschiedener Weise begünstigt werden. Ganz klassisch bietet sich so zum Beispiel ein Rückbildungskurs für die junge Mutter an.

Rückbildung nach der Schwangerschaft

Rückbildung der Gebärmutter im Wochenbett

Nach der Geburt kommt es nochmals zu Wehen, den sogenannten Nachwehen. Dabei handelt es sich um Kontraktionen der Gebärmutter. Bedingt durch die Schwangerschaft, ist sie bis zum Geburtstermin auf das 20-fache angewachsen. Die Wehen sollen ihr dabei helfen, sich wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückzubilden.

Die Nachwehen treten bereits Stunden, bis hin zu den ersten Tagen nach der Entbindung auf. Häufig sind sie besonders stark beim Stillen zu spüren. Dies liegt am Oxytocin-Hormon, welches durch das Geben der Brust produziert wird. Es verstärkt die Kontraktionen und fördert damit die Rückbildung der Gebärmutter im Wochenbett. Nach etwa zehn Tagen hat sie schließlich wieder ihre Ursprungsgröße erreicht.

Bei Erstgebärenden sind die Schmerzen der Nachwehen in aller Regel eher schwach. So werden sie von vielen Frauen meist mehr nur als leichtes Ziehen im Bauch wahrgenommen. Mit zunehmender Anzahl vorausgegangener Schwangerschaften, wird die Gebärmutter jedoch immer weiter gedehnt. Dadurch muss sie sich nach der Geburt stärker zusammenziehen, sodass die Kontraktionen intensiver und damit auch schmerzhafter ausfallen. Mehrlingsschwangerschaften oder ein Kaiserschnitt können sich gleichermaßen auf den Rückbildungsprozess auswirken.

Wundheilung nach der Geburt

Während der Schwangerschaft haftet die Plazenta an der Gebärmutter. Mit der Geburt wird sie folglich abgestoßen. Die Nachgeburt hinterlässt dabei eine blutende Wunde, welche für den sogenannten Wochenfluss verantwortlich ist.

Die Wundheilung der Gebärmutter erfolgt in mehreren Phasen. Bereits der rapide Abfall des Östrogenspiegels nach der Geburt sorgt ihrerseits für eine verminderte Durchblutung und somit auch schnellere Heilung. Ehe die Wundheilung in der Regel nach etwa vier bis sechs Wochen abgeschlossen ist, tritt das Wundsekret immer wieder aus der Scheide aus.
Zu Beginn ist die Blutung verhältnismäßig stark. Außerdem enthält sie meist noch Reste der Plazenta. Werden in den ersten Tagen kleinere Klumpen mit ausgeblutet, ist dies also normal. Mit zunehmenden Abstand zur Geburt, wird der Wochenfluss immer schwächer und seltener.
Auch die Farbe verändert sich im Laufe der Zeit. Anfangs ist sie noch hellrot, wird jedoch schnell tiefrot bzw. bräunlich, ehe es immer mehr ins gelb-weißliche (bernsteinfarben) übergeht. Von der bald wieder einsetzenden Periode ist der Wochenfluss an sich gut zu unterscheiden.

Beckenmuskulatur wieder in Form bringen

Deutlich sichtbar, hat sich die Schwangerschaft auch auf die gesamte Haut und Bauchmuskulatur ausgewirkt. Sie sind stark überdehnt und schlaff. Es bedarf einiges an Zeit, um sie wieder in Form zu bringen. Rückbildungsgymnastik hilft dabei. Mit ihr wird auch der Beckenboden gestärkt. Die Stärkung der Beckenmuskulatur nach der Geburt ist äußerst wichtig, um das Risiko von Spätfolgen (z. B. eine Gebärmuttersenkung oder Inkontinenz) zu senken.

Für die Rückbildungsgymnastik zu Hause gibt es spezielle Lern-DVDs. Wenn möglich, sollte aber besser ein Rückbildungskurs besucht werden, um den Beckenboden gezielt zu stärken. Solche Kurse werden unter anderem von vielen Hebammen angeboten und die Kosten auch üblicherweise durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Außerdem lässt sich die Beckenbodenmuskulatur auch mit einem speziellen Beckenbodentrainer für Frauen trainieren. So zum Beispiel mit dem Elvie-Beckenbodentrainer von Chiaro, der dank Biofeedback-Technologie für ein am Smartphone nachvollziehbares Beckenbodentraining sorgt.

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Beckenbodentrainer