Ultraschallbilder richtig aufbewahren

Auch wenn die Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge in erster Linie der medizinischen Dokumentation dienen, ist insbesondere der erste Ultraschallausdruck für die viele Eltern etwas ganz besonderes. Als bleibende Erinnerung an die neunmonatige Schwangerschaftszeit, wollen sie die Momentaufnahme ihres Babys aus dem Mutterleib für die Ewigkeit festhalten.
Doch Ultraschallfotos verblassen mit der Zeit und dies bei falscher Lagerung sogar umso schneller. Um ihre Haltbarkeit zu verlängern, sollten Mama und Papa die Ultraschallbilder richtig aufbewahren, sodass sie bis ins Erwachsenenalter des Kindes halten.

Schwangere hält Ultraschallbilder, die sie zur Erinnerung aufbewahren möchte, in den Händen

Ultraschallfotos können verblassen

Der Ausdruck von Ultraschallbildern erfolgt heute meist auf Thermopapier. Dieses wird nicht mit Tinte bedruckt, sondern ist mit einer temperaturempfindlichen Schicht versehen. Das Papier wird auch zum Ausdruck von Kassenbons verwendet. Daher ist den meisten seine negative Eigenschaft bekannt, dass es mit der Zeit verblasst.

Wie schnell Ultraschallfotos verblassen, ist von verschiedenen Faktoren bei der Lagerung abhängig: hohe Temperaturen, direkter Sonnenlichteinfluss und Luftfeuchtigkeit lassen das Thermopapier schnell altern. Hinzu kommen Unterschiede bei der Papierqualität. Bei optimalen Bedingungen garantiert mancher Papierhersteller eine Druckbeständigkeit von bis zu 25 Jahren. Unter Alltagsbedingungen realistischer sind aber eher zwei bis zehn Jahre, die sich ein Ultraschallausdruck vom Frauenarzt hält.

Ultraschallbilder aufbewahren

Die Thermopapier-Hersteller, auf denen in der Regel letztendlich auch das Ultraschallfoto gedruckt wird, führen ihre Haltbarkeitstests natürlich unter Laborbedingungen durch. Diese liegen bei 20°C, einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% und einer Lagerung ohne direktes Sonnenlicht (Quelle: Wikipedia).

Zuhause sind diese Idealwerte natürlich nicht das ganze Jahr zu erreichen. Unter Berücksichtigung einiger Tipps zur richtigen Lagerung von Ultraschallbildern, lassen sich die emotional-kostbaren Erinnerungsstücke dennoch etwas haltbarer machen. Dadurch bleiben sie länger erhalten und bleichen nicht so schnell aus, wie bei falscher Aufbewahrung.

Ultraschallausdrucke dunkel lagern

Für die Ultraschallausdrucke ist es am besten, wenn sie dunkel gelagert werden, da UV-Strahlung sie schnell ausbleichen lässt. Ausreichend ist bereits ein Briefumschlag, der mit den Ultraschallfotos im Inneren, in der Schublade verschwindet. Besser aber ist es, eine stabile Mappe zu verwenden, die außerdem vor Knicken schützt.

Eine weitere Möglichkeit die Ultraschallbilder aufzubewahren, ist mit Fotoecken in einem Album einzukleben. Entweder ein spezielles Schwangerschaftsalbum oder als Babyalbum mit anderen Erinnerungsfotos aus der Babyzeit. Ein solches Schwangerschafts- und/oder Babyalbum ist übrigens auch ein tolles Geschenk zur späteren Volljährigkeit des Kindes.

Natürlich will eine Schwangere oder bereits Mutter ihre Ultraschallfotos gerne der ganzen Welt zeigen. Und trotz aller Vorsicht soll sie das auch, denn ein Dasein ausschließlich im Dunkeln macht nur wenig Sinn! Es ist schließlich nicht so, dass die Ultraschallbilder bei Tages- bzw. Sonnenlicht sofort zu Staub verfallen, quasi wie ein Vampir. Nach dem Betrachten sollten die Bilder aber zur Vorsicht besser gleich wieder in der Aufbewahrungsbox verschwinden oder das Erinnerungsalbum zugeklappt werden.

Ultraschallbilder laminieren

Häufig werden Ultraschallbilder in Klarsichthüllen aufbewahrt. Damit sollen sie zusätzlich vor äußeren Einwirkungen geschützt werden. Die Rechnung wird jedoch ohne die meist in Prospekthüllen enthaltenen Weichmachern gemacht. Diese greifen das Papier an und sorgen dafür, dass die Bilder möglicherweise noch schneller verblassen. Bei der Verwendung ist daher darauf zu achten, dass es sich um dokumentenechte Klarsichtfolien handelt.

Ähnlich verhält es sich bei den Folien, in denen gerne auch Ultraschallfotos laminiert werden. In diesen sind in der Regel ebenfalls viele Weichmacher enthalten, die den Ultraschallausdruck angreifen. Dabei sollte aber sowieso zu berücksichtigt werden, dass das Ultraschall-Thermopapier keinesfalls heiß laminiert werden darf, sondern ausschließlich kalt!

Fern von Wärmequellen aufbewahren

Auch wenn eine Hülle die Ultraschallfotos vor vielen äußeren Einwirkungen schützen mag, sind sie von starken Wärmequellen fernzuhalten. Das Papier ist besonders temperaturempfindlich und würde bei zu starken Temperaturen nachbelichten.
Das Regal oder die Schublade, in der die Ultraschallaufnahmen aufbewahrt werden, sollte fern von Heizkörpern, aber auch tagsüber nicht im direkten Sonnenlicht stehen, da sich dessen Umfeld zu sehr aufheizt. Auch die warme Abluft sonstiger technischer Geräte ist zu berücksichtigen.

Wer nun aber glaubt, dass der ideale Aufbewahrungsort von Ultraschallbildern im Kühlschrank ist, der täuscht sich! Auch zu kalte Temperaturen und insbesondere das feuchte Klima im Kühlschrank können dem Ultraschallfotopapier schaden.

Ultraschallaufnahmen digitalisieren

Trotz aller Bemühungen, die Ultraschallaufnahmen richtig zu lagern, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie über die Jahre nicht an Qualität verlieren. Der Zerfall mag zwar gebremst sein, ist aber nicht gänzlich aufgehalten.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Ultraschallfotos nach Erhalt besser eingescannt oder zumindest abfotografiert werden. Dadurch werden sie quasi haltbar für die Ewigkeit gemacht.

Bei Bedarf lassen sich die digitalen Kopien der Ultraschallbilder einfach aufs neue ausdrucken. Alternativ bietet es sich auch an, sie auf gutem Fotopapier belichten zu lassen, um sie so ins Babyalbum zu kleben oder aufzuhängen. Manche Fotolabore versprechen eine Haltbarkeit von über 100 Jahren.

Natürlich sollte aber nicht vergessen werden, auch von den auf der Festplatte digitalisierten Ultraschallfotos, eine Sicherheitskopie anzulegen. Dies gilt übrigens für alle (Kinder-) Fotos auf dem Smartphone oder Computer.

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