Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft

Hormonelle Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Ganz im Gegenteil zählen sie zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden der Frau. Von jetzt auf gleich lassen sie die Stimmung der Schwangeren kippen und gar von Angst und Zweifel, auf Zorn und Aggressivität umschwenken. Besonders die ständige Gereiztheit kann dabei die Beziehung mit dem Partner auf die Probe stellen.

Schwangere Frau mit Stimmungsschwankungen

Große Mitschuld an den Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft sind die Hormone Progesteron und Östrogen. Aber sie sind nicht alleine verantwortlich, für die häufigen Schwangerschaftslaunen: Grundsätzlich macht der Körper während der Schwangerschaftszeit eine große Veränderung mit. Diese schlägt nicht nur körperlich zur Last, sondern nagt auch an der Psyche. Hinzu gesellen sich allgemeine Zukunftsängste und solche ums Kind.

Ab wann treten Stimmungsschwankungen auf?

Stimmungsschwankungen können grundsätzlich in während der gesamten Schwangerschaftszeit auftreten. Viele Frauen haben besonders in der Frühschwangerschaft und sogar schon zu Anfang in den ersten Wochen mit ihnen zu kämpfen. Bei anderen dagegen zeigen sie sich erst im letzten Trimester. Aber auch sogar noch nach der Geburt kann es zu den wechselhaften Launen kommen.

Das Wechselbad der Gefühle kommt und geht in der Schwangerschaft nach Belieben. Die Dauer ist stets unterschiedlich. Manche Frauen werden in den neun Schwangerschaftsmonaten besonders häufig und lang von ihnen eingesucht, bei anderen dagegen bleiben sie gänzlich aus.

Umgang mit den wechselnden Launen während der Schwangerschaft

Die wechselnden Launen gehören zur Schwangerschaft dazu und sind völlig normal. Manchmal folgt auf ein Hoch, von einer auf die andere Minute, ein Tief oder eben umgekehrt. Ein schlechtes Gewissen muss die Schwangere dafür nicht haben, schließlich diktieren häufig die Hormone das Verhalten.

Es ist wichtig die Stimmungsschwankungen zuzulassen und offen damit umzugehen. Ein Gespräch mit dem Partner, der Familie oder einer vertrauten Person kann in vielen Fällen die Ängste und Sorgen nehmen oder sie zumindest abschwächen. Außerdem sorgt es für Verständnis seitens des Partners, denn können sich die wechselhaften Stimmungen, wenn sie nicht zur Sprache kommen, auch negativ auf die Beziehung auswirken.

Schwangere, die in ein Stimmungsloch fallen, sollten etwas schönes unternehmen, statt sich in diesem zu verkriechen. Ein ausgiebiger Spaziergang, eine entspannende Massage durch den Partner, ein warmes Entspannungsbad mit wohltuenden Badesalzen, Wellness mit der besten Freundin oder ein gemütlicher Kinoabend zu zweit können dazu beitragen wieder neuen Mut zu fassen.
Was ebenfalls hervorragend hilft, um während eines Tiefes auf andere Gedanken zu kommen, ist Sport. Außerdem ist er auch sonst gesund für den Körper und gilt daher auch als Geheimtipp bei vielen anderen Schwangerschaftsbeschwerden.

Von Medikamente gegen Stimmungsschwankungen sollte in der Schwangerschaft grundsätzlich großen Abstand genommen werden, sofern sie nicht ausdrücklich vom Arzt unter diesem Umstand verschrieben wurden.

Vorsicht bei einer Schwangerschaftsdepression!

Zwar sind Stimmungsschwankungen in allen Stadien der Schwangerschaft völlig normal und kein Grund zur Sorge, jedoch ist Vorsicht geboten wenn sie sich die Angstzustände häufen und über ein normales Maß hinausgehen. Es ist möglich, dass sich aus den Schwangerschaftsallüren eine Schwangerschaftsdepression entwickelt. In dem Fall sollte sich professionelle Hilfe gesucht werden.

Erster Ansprechpartner sollte der Frauenarzt oder die Hebamme sein. Diese sind erfahren mit schwankenden Stimmungen bei Frauen während der Schwangerschaft. Anhand ihrer Erfahrung können sie die Lage besser einschätzen und ggf. eine Überweisung zum Psychotherapeuten ausstellen, um die Ursachen herauszufinden und das Problem anzugehen.
Etwa zehn Prozent aller Schwangeren verfallen in mittlere Depressionen. Schwerwiegendere Depressionsfälle sind jedoch deutlich seltener.

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